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Orthesen

Eine Orthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel mit stütz- und haltungskorrigierender Funktion, die den Körper von außen umschließt.

Eine Orthese wird verwendet zur:

  • Stabilisierung
  • Ruhigstellung
  • Entlastung
  • Führung
  • Korrektur

Es findet eine positive Beeinflussung der Statik und Dynamik des Skelett- und Muskelapparates statt, indem die mechanischen Kräfte auf den menschlichen Körper übertragen werden. Je nach Tragedauer und Schweregrad der Indikation wählt das therapeutische Team (Arzt, Orthopädietechniker, Physiotherapeut) zwischen einer konfektionierten oder einer individuell geformten Orthese. Besonders bei der Herstellung einer individuell geformten Orthese spielen neben der Diagnose auch die Anamnese, der Muskelstatus und das Versorgungsziel eine entscheidende Rolle. Die Anamnese umfasst die medizinische Vorgeschichte, psychische und soziale Aspekte sowie die Lebensgeschichte. Die Bestimmung des Muskelstatus erfolgt über eine Muskelfunktionsprüfung. Durch Gelenkbewegungen wird die noch aktive Muskulatur auf ihre Stärke geprüft und in Aktionsklassen eingeteilt. Hieraus resultierend wird das Therapieziel festgelegt. Anschließend wird durch den Orthopädietechniker das zu verwendende Material, die Gelenkauswahl sowie die Funktionsweise der Orthese bestimmt.

Bandagen

Bandagen sind orthopädische Hilfsmittel zur Therapie und Prophylaxe von Verletzungen und Erkrankungen des aktiven und passiven Bewegungsapparates. Betroffene Körperpartien müssen vor einer zusätzlichen Belastung geschützt werden. Eine Bandage umschließt elastisch ein Körperteil (z.B. Rücken, Oberschenkel). Durch die eingearbeiteten Polster (Pelotten) werden die von außen einwirkenden mechanischen Kräfte dosiert und zusätzlich werden die Rezeptoren in den Weichteilen und auf der Haut angeregt. Dadurch wird die Muskulatur aktiviert und das Gelenk langfristig stabilisiert.

Die Versorgung mit Bandagen ist bei fast jedem Gelenk möglich. Um spezifische Wünsche und Anforderungen optimal zu berücksichtigen, steht die Versorgung mit konfektionierten Bandagen oder mit individuellen Maßanfertigungen zur Verfügung. Qualitätsbandagen sitzen faltenfrei, sind atmungsaktiv und bieten einen hohen Tragekomfort.

Bandagen nach Maß

Zahlreiche Indikationen sind mit konfektionierten Bandagen nicht zu behandeln. In diesen Fällen ist eine individuelle Maßanfertigung zwingend erforderlich.

Leibbinden und Rumpfstützmieder:

  • bei komplizierten Narbenbrüchen
  • bei Stomaerkrankungen
  • bei Bauchdeckenschwäche verbunden mit Übergewicht
  • u.v.m.

Bruchbänder und Suspensionen:

  • bei Leistenbrüche
  • bei Skrotalhernie (Hodenbruch)
  • u.v.m.

Kompressionsbekleidung:

  • nach Hauttransplantationen
  • nach Verbrennungen
  • nach Eingriffen der plastischen Chirurgie
  • u.v.m.

Ihr Ansprechpartner

Christina Kolbe
Teamleiterin
Ortopädie-Technik
Tel. (0361) 4377-0
c.kolbe@bos-erfurt.de

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