Sonderformen der Prothesenversorgung
Umkehrplastik nach Borggreve
Die Umkehrplastik nach Borggreve ist eine Alternative zur Oberschenkelamputation. Sie wird hauptsächlich verwendet, wenn sich ein bösartiger Knochentumor im knienahen Bereich des Oberschenkels oder unmittelbar am Knie befindet. Bei dieser Technik wird der erhaltene Unterschenkel mit Fuß um 180° gedreht und hüftgelenksnah am Oberschenkelstumpf angesetzt. Als Ergebnis soll sich das gedrehte Fußgelenk auf der Höhe des gesunden Kniegelenks befinden und dessen Aufgaben übernehmen können. Dadurch kann der Patient das Gelenk aktiv benutzen. Im Vergleich zur Oberschenkelamputation wird eine erhöhte Mobilität und Stabilität erreicht, die etwa einer Unterschenkelamputation entspricht.
Orthoprothesen
Mit Orthoprothesen werden angeborene oder erworbene Fehlbildungen, bei denen auch eine Längendifferenz ausgeglichen werden muss, versorgt.













